Grüne Motoren: Mercedes Benz
Spricht man in Stuttgart von umweltfreundlichen, und damit CO2-armen, Motoren, dann nennt man bei Mercedes Benz immer auch die Namen der beiden Technologie-Marken “Bluetec” und “Direct Hybrid”.
Im Kern handelt es sich bei beiden Systemen um verbrauchsoptimierte Motoren, aufgestockt mit neuen Filter- bzw. Energierückgewinnungssystemen.
Das erklärte Ziel bei Mercedes ist, die Vorteile des Diesel- in den Benziner- und die des Benziner- in den Diesel-Motor einfließen zu lassen. Bedeutet: Benziner sollen so effizient wie Diesel werden und Diesel so sauber wie Benziner.
Mit Bluetec entwickelt man ein System für Diesel-Motoren, dessen oberstes Ziel die Umweltfreundlichkeit ist. Mercedes zeigt das System bereits heute nicht mehr nur in Studien wie dem “Vision C 220″, den man auf der AMI präsentiert. Das System hält seit zwei Jahren Einzug in die Nutzfahrzeuge der Mercedes-Gruppe und wird seit Herbst 2006 nun auch in der neue E-Klasse in den USA angeboten.
Bluetec besteht aus zwei Komponenten: Einmal dem effizienteren Diesel-Aggregat, das durch ein bessere Einspritzsystem beispielsweise beim 170 PS-Motor des “Vision C 220″ gerade einmal 5,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbraucht. Zum Zweiten aus einer neuen Filter-Technologie, welche die ausgestoßenen Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Wasser spaltet.
Der einzige Wermutstropfen beim Thema Bluetec: Bis das System in Europa seinen Weg in die PKW-Serienproduktion findet, dauert es noch. Derzeit rechnet man in Stuttgart mit einer Markteinführung frühstens im nächsten Jahr.
Der Direct Hybrid ist noch ein wenig weiter weg von der Serienproduktion. Dabei handelt es sich um einen sog. “Milden Hybrid”, einem Antrieb also, das nicht – wie bei einem vollen Hybrid – zwei autonome Antriebssysteme sondern zwei miteinander verbundene Systeme besitzt. Vollwertige Hybrid-Autos besitzen einen Elektro-Antrieb und einen normalen Verbrennungsmotor. Beide Antriebe können getrennt voneinander gefahren werden. Bei “milden Hybriden” kann der eine Antrieb nicht ohne den anderen Auskommen. Bei Mercedes unterstützt ein über Energierückgewinnung geladener Elektromotor den herkömmlichen Benziner durch Mitarbeit beim Startvorgang. Zusätzlich schaltet sich der Motor immer dann ab, wenn er nicht gebraucht wird, zum Beispiel beim innerstädtischen Ampelverkehr.
Wann die Hybrid-Lösung von Mercedes allerdings zum Serieneinsatz bereit ist, steht bisher nicht fest.
Als Drittes übrigens setzt man bei Mercedes auch auf die Brennstoffzelle. Hier allerdings hält sich die Zukunftsaussicht schwer in Grenzen. Derzeit hat man zwar “mehr als 100 Fahrzeuge sind weltweit im Alltagseinsatz” (Unternehmensauskunft), unzählige Patente im Bereich der wasserstoffgetrieben Fahrzeuge und bezeichnet sich als Pionier in diesem Segment. Von einer Serienproduktion ist man allerdings noch Jahre entfernt.
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1. Grüne AMI: Die Hersteller, AMI-Blog.de - das offizielle Weblog zur Auto Mobil International / AMITEC 2007 · 3. April 2007 um 00:48 Uhr
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