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Neues aus verbeulten Teilen

Design for FerdinandEine ganz besondere Künstlerin zeigt auf der AMI ihre Werke. Uta Thomä ist Unternehmerin, Event-Managerin und Mutter eines asthmakranken Jungen. Ferdinand heißt er und ihm zuliebe entwickelte sie das Designlabel Art for Ferdinand. Unter diesem Namen vermarktet sie Designermöbel, die aus gebrauchten Porsche-Teilen hergestellt werden. “Ich möchte mit Hilfe meiner Kunst auf das Leiden von Asthmakranken aufmerksam machen und auch Geld sammeln”, sagt die sympathische Leipzigerin. Sich nicht wegwerfen, auch wenn man verbeult ist, das ist ihr Motto. Das nächste Projekt hat sie bereits auch im Visier: sie will in Davos in der Schweiz neben der dortigen Klinik ein Hotel bauen, in dem Eltern asthmakranker Kinder für die Zeit der Behandlung wohnen können.
Design for Ferdinand
Wer sich für eines der Kunstwerke von Uta Thomä interessiert, muss tief in die Tasche greifen, bekommt dafür aber auch echte Unikate. Etwa einen Konferenztisch, der als Tisch”platte” ein Glasdach des Porsche Cayenne hat. Der übersteigt unser Budget für einen Schreibtisch nur minimal: er kostet knapp 25.000 Euro. Auch eine “Couch” mit originalen Porsche-Sitzen ist zu sehen. Und ein Dach eines Carrera dient als außergewöhnliches Terrarium für echte Schlangen. Die Suche nach Porsche-Teilen gestaltet sich für die Künstlerin nicht immer leicht. “Ich bin anfangs auf Schrottplätze gegangen, weil ich hoffte, dort etwas brauchbares zu finden. Da wurde ich verlacht und ins Internet geschickt, wo man selbst für gebauchte und defekte Teile noch sehr viel Geld bezahlen muss”, so Uta Thomä. Jetzt findet sie ihr Material fast ausschließlich über das Internet oder private Händler.

Zahlreiche Sposoren unterstützen das Projekt bereits, etwa die Leipziger Messe, das Porsche-Zentrum in Berlin-Süd, KUK Auto Service Löwenberg, Lesonal, Loewe, Beton- und Rohrbau Thymian, Expomobil, Ruinart und Rinspeed, sowie über 70 weitere.

Beschreiben kann man die ungewöhnlichen Möbel kaum. Schaut’s euch an: Halle 5, Stand C43.


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