Dekra-Umfrage: Autofahrer für 0,0 Promille am Steuer
Erinnern Sie sich an das kleine Alkohol-Experiment, das AMI Blogger Thomas während der Messe durchführte? Bei dem Selbstversuch des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V. (BADS) ging es darum, selbst einmal zu erfahren, wie sich Alkohol auf die eigenen Fähigkeiten zur Führung eines PKWs auswirkt.
Der BADS tritt für eine Null-Promille-Grenze bei der Führung eines Fahrzeugs ein. Etwas, dass Blogger Thomas am Ende durchaus nachvollziehen konnte: “Ich kann die Forderung des BADS nach einer ‘Null-Toleranz’ durchaus verstehen – und für mich persönlich auch unterstützen. Bei einer Grenze von Null weiß man, woran man ist.”
Dass die Forderung des BADS bei der Bevölkerung durchaus auf Gegenliebe stößt, offenbart jetzt eine Umfrage der Dekra.
Demnach sprechen sich fast vier von fünf (78 %) Autofahrern für ein generelles Alkoholverbot am Steuer aus. Unter Frauen und jungen Führerscheininhabern ist der Anteil der Befürworter von 0,0 Promille gar besonders hoch. In der bundesweiten Befragung zeigten sich 80 Prozent davon überzeugt, dass ein generelles Alkoholverbot am Steuer zu weniger Unfällen im Straßenverkehr führt.
Fast jeder zweite Autofahrer (43 %) wünscht sich, dass schon ab 0,3 Promille Blutalkoholkonzentration (BAK) eine Begutachtung der Fahreignung vorgeschrieben werden soll. Annähernd drei Viertel (73 %) der Befragten verlangen eine solche Untersuchung wenigstens ab 0,5 Promille BAK. Dies ist die aktuelle Promille-Obergrenze in Deutschland. Bei 0,8 Promille BAK stimmen bereits 86 Prozent der Autofahrer einer Fahreignungsbegutachtung zu. Derzeit müssen lediglich Fahrer, die mit 1,6 Promille BAK und mehr am Steuer aufgefallen sind, für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis eine medizinisch-psychologische Untersuchung absolvieren.
Dem Einsatz von Alkohol-Interlock-Geräten stehen die meisten Autofahrer aufgeschlossen gegenüber. Diese Geräte verhindern nach Abgabe einer auffälligen Atemalkoholprobe, dass sich der Fahrzeugmotor starten lässt. 40 Prozent der Befragten sind dafür, solche Geräte für alle Fahrer vorzuschreiben. Weitere 40 Prozent verlangen die Alkohol-Interlocks für Fahrer, die schon einmal mit Alkohol am Steuer aufgefallen sind. 19 Prozent lehnen solche Vorschriften ab.
An der Umfrage nahmen 1350 Personen teil, sie wurde stichprobenhaft unter Fahrzeugführern gemacht, die mit ihrem Fahrzeug zur Hauptuntersuchung in eine Dekra-Niederlassung kamen.
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