Promis und ihr erstes Auto: Hans-Joachim Stuck

von Daniel Große am 26.03.2008, 14:02 Uhr in 2008

stuck.jpgEr ist eine deutsche Rennfahrer-Legende und Le-Mans-Sieger. Auf der AMI wird im Rahmen der Sonderschau “Die Autos der Promis” sein Sammlerstück, ein BMW 2002ti stehen – das erste Rennauto, mit dem er 1969 startete. Wir hatten vor wenigen Minuten die Gelegenheit, mit Hans-Joachim Stuck zu telefonieren.

Herr Stuck, welches war ihr erstes Auto?
Das war ein BMW 700, durch die Vorbelastung meines Vaters musste es dieses Auto sein. Er gewann damit 1960 die Deutsche Bergmeisterschaft. Für mich kam immer nur dieses Auto in Frage. Außerdem war es recht günstig damals.

Wann haben Sie den BMW bekommen und haben Sie ihn selbst bezahlt?
Den 700 habe ich 1967 bekommen, da war ich gerade 16. Durch eine Sonderregelung durfte ich mit 16 den Führerschein machen, weil mein Vater auf seinen Fahrten eine Unterstützung brauchte. Ich war sozusagen der Zweitfahrer. Bezahlt habe ich ihn nicht komplett alleine, dafür reichten die Ersparnisse aus Rasen schneiden und Auto waschen nicht. Mein Vater hat einen Zuschuss gezahlt.

Welche Erinnerungen haben Sie an das Auto?
Das war einfach ein toller Wagen mit einer super Straßenlage. Ein schönes Sportcoupé. Wir haben später noch dran rumgebastelt, andere Endrohre angebaut und solche Dinge.

Wie lange haben Sie den 700er gefahren?
Ich glaube, so zwei, drei Jahre.

Befindet sich das Auto nun in Ihrer Oldtimersammlung?
Nein, dieses Auto von damals nicht, aber ich habe wieder einen BMW 700, der ist nur noch nicht fertig restauriert. Mein damaliger 700er steht im BMW-Museum München.

Vielen Dank für das Gespräch.
Ich danke auch.

Die Wiederauferstehung der Isetta?

von Thomas Gigold am 20.03.2008, 15:25 Uhr in 2008, Umwelt

isetta.jpgAm Dienstag stellte BMW Group-Vorstand Norbert Reithofer die Bilanz des Konzerns für 2007 vor und gab einen Ausblick auf die Pläne für die nächsten Jahre. Spannend dabei ist BMWs neues “Project i”, das die Entwicklung eines Stadtautos vorsieht.

Ziel der Projekt-Gruppe ist die Konzeptionierung eines neuen Fahrzeugtypus, das sich für Ballungsräume eignet. Also quasi die Neuerfindung der BMW Isetta, die bis heute zu den erfolgreichsten Micro-Autos aller Zeiten zählt. Über 160.000 Exemplare verkaufte BMW von der Isetta in nur sieben Jahren – zwischen 1955 und 1962.

Das neue Konzept soll schließlich in eine neue Automarke münden, die BMW unterhalb von MINI positionieren will. Ob das Concept über einen konventionellen oder einen Elektro-Motor verfügen soll, will man recht zeitnah entscheiden. Unwahrscheinlich ist die Entscheidung für ein Elektro-Auto nicht. Die Technik ist ausgereift genug, die Laufstrecken der Elektroantriebe für ein Ballungsraumfahrzeug ausreichend weit.

Es wird spannend zu sehen sein, wie die Autobauer mit neuen Modellen – und Marken – auf die Herausforderungen des wachsenden Umweltbewußtseins seitens ihrer Kunden reagieren werden. Sicherlich werden wir in den kommenden zehn Jahren zunehmend Hybrid- und Elektro-Antriebe in Serienreife sehen. Ein smart fortwo, Toyota iQ oder VW Up! eignen sich bestens für diese weichen Antriebe.

Bild: Studio Reichel Vogt für den BMW Oldtimer Kalender der BMW AG, München

An Englishman in Leipzig

von Thomas Gigold am 12.03.2008, 11:31 Uhr in 2008

morgan.jpgDie kleine britische Auto-Schmiede Morgan wird dieses Jahr zum ersten Mal die AMI als Aussteller bereichern. Das Familienunternehmen blickt auf eine 99jährige Geschichte im Autobau zurück und feiert im nächsten Jahr ihr großes Jubiläum.
Anläßlich dessen beginnt in diesen Tagen die Produktion des “AeroMax”, eines Sondermodells, das auf 100 Exemplare limitiert ist.
Das Besondere an Autos von Morgan: Während die aktuellen Modelle derBriten ein vornehmes Kleid aus Aluminium tragen, besteht der Rahmen der Fahrzeuge aus Esche – einem schweren Holz, das sonst seine Verwendung im Schlittenbau findet, aus dem Baseball-Schläger hergestellt werden oder Bootsrahmen.
Auf diesem Rahmen sitzt – im Fall des AeroMax und seines Bruders, dem Aero 8 – unter dem Alu-Kleid ein 4.8 Liter großer V8 von BMW, der 367 PS produziert.

Wir freuen uns auf den Morgan, und mit ein wenig Glück bringen die Briten ja nicht nur ihren Roadster, sondern auch ihren Aero mit?!