smart? schlau? wunderbar!

von Thomas Gigold am 31.03.2009, 13:36 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

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Heute Morgen schnappten wir uns die zwei zweitkleinsten Probefahrangebote der AMI und drehten eine Runde um das Messegelände. Mit dem iQ fordert Toyota den smarten Stuttgarter heraus und muss sich gefallen lassen, dass man beide vergleicht. Auch wenn man die beiden Autos grundsätzlich eigentlich nicht vergleichen kann, wie ich nach der Probefahrt feststellen muss. Wer kann Intelligenz auch schon mit Smartheit vergleichen?

So gleich die iQ und smart von außen wirken, so ungleich sind die zwei Cityflitzer im Inneren. Auf der einen Seite zwei Sitze, Tip-Tronic, Zweifarboptik und Kart-Feeling. Auf der anderen Seite drei plus ein Sitze, manuelle Schaltung, seriöses Auftreten und das Gefühl, ein “ausgewachsenes” Auto zu fahren.

Die Unterschiede von außen bestehen beim iQ und smart vor allem darin, dass Toyotas Antwort auf den Frühstarter smart “ein A4 Blatt länger” ist, wie es smart auch auf seinem Stand visualisiert. Einmal reingesetzt könnten die Unterschiede dann allerdings nicht dramatischer sein. Der smart versprüht noch immer den Eindruck, ein Spaßmobil zu sein, dies fängt bei der aussergewöhnlichen Form des Armaturenbretts an, wirkt in den eher steifen Sitzen und führt konsequent zum Fahrgefühl. Wer smart fährt, weiß, wie sich Michael Schumacher zu Beginn seiner Karriere im Go Kart gefühlt haben muss. Das ist nicht negativ zu sehen – mit einem smart durch die Innenstadt zu kicken, macht Spaß. Der Zweisitzer, der sich innerhalb des Daimler Konzerns vom Sorgenkind zum Strahlemann entwickelt hat, weil er nur zehn Jahre zu früh auf dem Markt war, ist ein wunderbarer City-Flitzer. Das ältere oder bequemer eingestellte Publikum verprellt der smart allerdings – im wahrsten Sinn des Wortes. Zumindest in Innenstädten wie Leipzig, wo es um die Straßenqualität nicht in jeder Seitenstraße gut bestellt ist. Dort nämlich wandert das harte Fahrwerk mit jeder vertikalen Bewegung durchs Rückgrat.

Anders der iQ. Dort eingestiegen macht sich schnell der Eindruck von “Auto” breit. Wo der smart wirkt wie ein halbstarker Jugendlicher versprüht der iQ den Charme eines im Leben stehenden Berufstätigen. Design-Experimente sucht man im iQ vergebens. Das Mutigste ist, neben einem Startknopf anstelle des Schlüssellochs, der Anschluss für die Modernität iPod – etwas, das in Autos des aktuellen Jahrgangs mittlerweile aber zum Ausstattungsstandard gehört.
Man fällt in bequeme Sitze (die zwei Sitze, die aus dem iQ einen 3+1 Sitzer machen sind weniger bequem, aber eben auch nur als Alibi-Sitze zu sehen), startet einen ruhig laufenden 1 Liter Benziner mit 68 PS (der Probefahrt-Wagen, ein 1.4 Liter Motor mit 100 PS soll im Sommer folgen, daneben gibt es einen 1.2 Liter Diesel) und schaltet sich manuell durch die Stadt.
An Sachen spritzigem Fahren muss sich der iQ vor dem smart nicht verstecken, auch wenn der Stuttgarter aufgrund der Halb- bzw. Vollautomatik beim Ampel-Wettbewerb sicherlich den Startvorteil hat. Dafür fühlt sich das Fahren im iQ einfach erwachsener an. Man hat das Gefühl, ein vollwertiges Auto zu fahren – ebenso könnte man in einem Corsa oder Polo sitzen. Wo man im smart am Lenkrad die Leichtigkeit des Autos merkt, fühlt man dem iQ eine Fülle an.

iQ und smart sind Autos, die sich in der Stadt wohl fühlen. In welchem man sich selbst wohl fühlt, muss man selbst entscheiden. Mag man das Spaßgefühl des smart, oder eher die Erhabenheit des iQ. Insoweit konnten die Namen der beiden Konkurrenten nicht besser gewählt sein. Wer sich entscheiden mag: Beide Autos kann man noch bis Sonntag auf der AMI einmal Probefahren.

Zwei Liter, 100 Prozent Fahrspaß

von Daniel Große am 31.03.2009, 13:25 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

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Punkt 9 Uhr holten wir uns heute den Schlüssel für eine Probefahrt bei Subaru. Der japanische Autobauer bietet diverse Modelle für eine Spritztour durch den Leipziger Frühling an, wir entschieden uns für einen Legacy mit 2.0 Liter Boxer-Diesel. Der Allrader mit Rallye-Genen ist äußerlich durch die Hutze auf der Motorhaube zu erkennen. Irgendwohin muss ja die Hitze, die der kräftige Motor entwickelt…

Kaum eingestiegen und den Zündschlüssel rumgedreht, merkte unser Begleiter von Subaru an, dass es sich wirklich um einen Diesel handele. Das erstaunte wirklich, denn der Motor war absolut ruhig, während des Fahrens störten hinten eher die Windgeräusche, der Motor war nicht zu hören. Die Kupplung reagierte sehr sportlich, sprich man muss schon Gas geben, sonst geht er aus.

Die Verarbeitung innen ist solide, von außen gewinnt der Legacy sicher keinen Schönheitspreis. Aber den Japaner zeichnen vor allem Zuverlässigkeit, sehr gute Fahreigenschaften und eine nicht zu beschreibende Laufruhe aus. Es macht einfach Spaß, den Legacy über die Straße zu jagen, ihn durch Kurven schnippeln zu lassen. Beschleunigungswerte haben wir nicht parat, können aber behaupten, er beschleunigt sehr schnell und sehr gut. :-)

Insgesamt ein Auto, das Spaß macht und sehr gut “in der Hand liegt”. Vor dem Test hatten wir keine Meinung zu Subaru, weil die Erfahrung mit dieser Marke fehlte. Jetzt können wir sagen, wir sind überzeugt und würden ihn weiterempfehlen. Nur am konservativen Design – innen wie außen – kann man sicher noch etwas tun.

Probefahrten sind angesagt

von Daniel Große am 31.03.2009, 08:38 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

Guten Morgen, liebe Blogleser. Heute wollen wir diverse Probefahrten durchführen. Gleich um 9 steigen wir in einen Subaru Impreza, um mal zu erfahren, wie sich permanenter Allradantrieb in einer Limousine anfühlt. Später, so ist der Plan, lassen wir einen smart und den Toyota iQ gegeneinander antreten. Auf unser Vorhaben angesprochen, spuckten die Fahrtrainer bei smart gestern schon große Töne: “Da wird er aber alt aussehen, der iQ!”. Na, wir sind gespannt. Und werden hier natürlich berichten.

Wer kann, sollte es uns gleich tun. Das Wetter ist optimal und die Schlangen an den Probefahrt-Anmeldungen nicht ganz so lang wie am Wochenende. :-)

Gas geben mit dem VW EOS und Autogas

von Daniel Große am 30.03.2009, 08:52 Uhr in 2009, Live, Probefahrt

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Ein Kurzbericht von Ralf Ortmayr, Herausgeber autogasblog.info

Auf der AMI kann ich als Autogas-Fan mal die Anlagen und Autos testen, in die man sich sonst nicht setzen kann. Der eine Tag, den ich mir reserviert hatte, reichte allerdings nicht wirklich, um besonders viel zu schaffen.

Was ich schaffte, war der VW EOS mit einer Autogas-Anlage von Landi Renzo, zu mieten dort am Stand in Halle 3.
Die Fahrt ist eigentlich ziemlich schwer zu beschreiben weil ich mich die ganze Zeit auf den Verkehr konzentrieren musste und ich so nicht mitschreiben konnte aber ich gebe mein Bestes. ;-)

eos_kofferraum.jpgÄußerlich kann man den Gas-Eos von einem normalen Eos an den bunten Aufklebern unterscheiden. Verschiedenfarbige Blumen und die Aufschrift “Autogas” würde man sich normalerweise nicht auf das Auto kleben lassen aber vielleicht kann man dann das Auto etwas günstiger haben…?
Für zwei Leute ist bequem Platz- die dritte Person musste sich schon etwas hinten reinzwängen. Viel Platz ist im Kofferraum nicht, obwohl der Tank platzsparend in die Reserveradmulde eingebaut wurde. Aber die Abdeckklappe, die wohl für das Verdeck gebraucht wird, lässt kaum Platz für eine anständige Golfausrüstung oder eine Kiste Bier.

eos_tank.jpgDer Eos startet wunderbar im Benzinbetrieb. Der Umschalter ist für meinen Geschmack etwas zu unauffällig vor dem Schaltknüppel verbaut- ich hätte ihn lieber besser im Sichtfeld, aber das ist Ansichtssache. Die Umschalttemperatur ist wohl bei dem Testfahrzeug etwas hoch eingestellt damit der Verdampfer nicht vereist- die Nadel der Temperaturanzeige vom Kühlwasser zeigt etwa 60 Grad, als die Anlage ohne Anstand in den Gasmodus umspringt. Beschleunigungen sind sowohl im Gas- als auch im Benzinbetrieb identisch und lassen keine Wünsche übrig. Sogar einen BMW konnte ich bei einer Beschleunigungsphase hinter mir lassen (vielleicht lag es auch an dem Tempolimit).

Der Eos zieht super, die Anlage läuft ohne Klagen und ist auffällig unauffällig – wären nicht die bunten Blumen, könnte man meinen, man fährt gar kein Gasfahrzeug. Fazit: Test bestanden.

Hyundais großer Schritt

von Thomas Gigold am 12.04.2008, 16:47 Uhr in 2008, Live, Probefahrt

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Wie kann man das schöne Wetter auf der AMI am Besten nutzen? Genau: Auto schnappen und eines der über 100 Modelle Probe fahren.
Haben wir – wie angekündigt – heute getan und uns den Hyundai i30 CW geschnappt. Mit dem neuen Kombi-Modell des i30 sind wir eine Runde im Leipziger Messeumland unterwegs gewesen und konnten uns mit dem neuen Kombi Hyundais ein wenig bekannt machen.

Der i30 cw überrascht bereits beim Einsteigen. Das Auto wirkt sowohl außen, als auch innen europäischer als erwartet. Das liegt wahrscheinlich nicht zuletzt am deutschen Designer des cw. Thomas Bürkle entwarf den neuen Hyundai-Kombi im deutschen Designzentrum und schnitt ihn für den europäischen Markt zurecht. So ist der cw zwar kein Kunstobjekt, aber er wirkt gut und punktet beim ersten Eindruck nicht nur mit Aussehen, sondern auch mit wertigem Interieur (angenehme Kunststoffe im Armaturenbrett, feste Sitze) und guter Verarbeitung. Auffallend vor allem auf der Rücksitzbank: Die Beinfreiheit. Hier sollten selbst übergroße Menschen Platz haben ohne sich die Knie am Fahrer- oder Beifahrersitz Wund zu schruppen. Dieser Platz wirkt sich auf den Kofferraum aus, für den normalen Gebrauch sollte der allerdings trotzdem ausreichen: Im Vergleich zum aktuellen Golf kann der i30 cw zwar mit 415 Litern Volumen knapp 90 Liter weniger aufnehmen (die auch bei umgeklappten Rücksitzen fehlen), dafür aber kommt man mit heilen Knien am Ziel an …

Zwei Benziner und zwei Diesel stehen im Koreaner zur Wahl. Wir fuhren den kleinsten Benziner, den 1,6 Liter Vierzylinder mit 126 PS. Der zeigte sich drehfreudig und beeindruckend agil für einen Kombi und lässt Fahrspaß aufkommen. Dank ESP und langem Radstand kommt der Hyundai so gut wie nie aus der Ruhe und selbst bei hohem Tempo oder Lastenwechsel fasst man schnell Vertrauen in den Kombi.

Der i30 cw beeindruckt final nicht nur über seinen Preis – für knapp 17.500 Euro gibt es einen wertigen Kombi mit serienmäßiger Klimaanlage, gutem Audiosystem und Dachreling – sondern auch über seine Qualität und Fahreigenschaft. Der Neue Golf-Rivale macht es dem Wolfsburger nicht einfach und dürfte in nächster Zeit häufiger mit ins Gespräch kommen, wenn es um die bekannte Golf-Klasse geht.

Das Kürzel “cw” übrigens steht nicht, wie gestern im Podcast vermutet, für das sächsische “Carawahn“, sondern für “Crossover Wagon” ;-)

Für die Probefahrten bei Hyundai meldet Ihr Euch einfach beim Hyundai-Stand in Halle 1 an.
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