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    Nissan X-Trail: AMI-Premiere im ersten Fahrtest

    28.05.14 | 13:45 Uhr | Thomas Gigold

    Ab Juli 2014 steht die dritte Generation des Nissan X-Trail bei den Händlern. Doch zuvor feiert der Neue seinen großen Auftritt auf der AMI in Leipzig. AMI-Reporter Thomas Gigold war schon jetzt mit dem großen SUV unterwegs.

    Die dritte Generation des Nissan X-Trail tritt in große Fußstapfen und wird nicht nur von Fans bereits sehnsüchtig erwartet. Das SUV ersetzt hierzulande nicht nur seinen direkten Vorgänger, sondern auch den Nissan Pathfinder - dessen neue Generation wird künftig nicht mehr in Europa angeboten. Ob der X-Trail die Erwartungen erfüllt - im Fahrbericht lässt sich die Antwort finden!

    Der erste Eindruck ist eine Frage: Ist das noch Offroad? Ganz schön lifestylig ist er geworden, der bisher immer so kantige Nissan X-Trail.

    Weil aber die Crossover-Modelle von Nissan zuletzt massive Verkaufserfolge verbucht haben, kann ein Schwung Lifestyle eben nicht schaden. Dachte man sich bei Nissan und orientiert sich designtechnisch stark am kleinen Bruder Qashqai. Das jedoch ist überhaupt nicht schlecht, denn die beiden kernigen Typen sehen zeitgemäß und schick aus. Zudem weisen sie durchaus einige Differenzierungen auf. Allein das neue Designelement der V-förmigen Nase auf dem Kühlergrill macht beim X-Trail deutlich: Hier steht ein Großer. Wer genau hin schaut, dem fällt auf, dass das chromfarbene “V” auf dem Kühler vom Juke über den Qashqai hin zum X-Trail immer dicker wird. An Selbstvertrauen mangelt es den neue Nissan-Modellen nicht - und das ist nicht ungerechtfertigt.

    Am Heck des X-Trails sind die Klarglas-Heckleuchten besonders auffällig. Ob das gefällt ist wohl Geschmackssache - der Rücken des neuen SUV jedoch ist mächtig gewaltig. Das hat seinen Grund in der Anordung der Sitze: innen nämlich sitzt man wie im Kino-Saal - je weiter hinten, desto höher.

    Was er sein will. Der X-Trail will noch immer eher Offroader als Lifestyler sein. Der etwas rauere Typ mit dem Geländegang - und den kann er durchaus, wie er bei den etwas raueren Streckenabschnitten der Teststrecken beweisen konnte. Das leichte Gelände beherrscht er dank elektronischem Allrad-Antrieb: bequem per Stellrad entscheidet man selbst, ob der Nissan nun permanent nur die Fronträder antreiben, die Kraft automatisch verteilen oder auf alle vier Räder gleich bündeln soll.

    Der X-Trail ist das Auto für Familien und Paare, die Platz brauchen und Abenteuerlust verspüren. Von den fünf Sitzen sind die hinteren außen mit Isofix-Halterungen versehen, optional können zwei weitere, klappbare Sitze im Kofferraum untergebracht werden. So lässt sich aus dem großen SUV ein geländegängiger Familien-Van machen.

    Was er kann - wirklich. Fangen wir doch eher mit dem an, was er nicht kann: Sportlich sein. Das Dickschiff von Nissan ist nun einmal was er ist: ein hoch aufgestelltes, geländegängiges SUV. Und Nissan scheint auch überhaupt nicht verbergen zu wollen, dass hier kein Sprinter sondern eher ein Cross-Langläufer steht. Das Fahrwerk ist gut aber sehr weich abgestimmt, das Handling des Autos jederzeit bequem, wenn auch über die Lenkung wenig direkt. Hinzu kommen Sitze die bequem sind, aber wenig Seitenhalt in engen, schnellen Kurven bieten. Wer das als Nachteil sieht, für den ist der X-Trail nichts - für das Konzept des Nissans ist diese Mischung allerdings genau richtig. Denn auf langen Strecken und im knorrigen Gelände ist die Abstimmung perfekt: der X-Trail schluckt selbst dicke Schlaglöcher ohne Murren und lässt auf den Abwegen links und rechts der Straße das Gefühl aufkommen, jederzeitgute Kontrolle über den Riesen zu haben. Auf engen Landstraßen oder kurvigen Pässen hingegen kommt Fahrfreude eher nicht auf, wenn man die sonst eher sportlich angeht. Dahingleiten ist im X-Trail mehr Programm als in zügigen Schritten davonsprinten.

    Daran hat auch die gefahrene Motorisierung ihren Anteil: der 1,6 dCI Turbodiesel leistet 130 PS und treibt den Nissan mit 320 Newtonmetern Drehmoment über Berge und durch Täler. Bei 188 km/h ist Schluss mit Beschleunigung, aus dem Stand hin zur 100 auf dem Tacho braucht der X-Trail 4WD gemäßigte 11 Sekunden.

    Was man wissen sollte. Der Nissan X-Trail ist groß. Und neben Einparkassistenten sollte man vielleicht lieber auch die 360 Grad-Rundum-Kamera auf der Ausstattungsliste mit ankreuzen. Es wird das Leben ungemein erleichtern.

    Überhaupt wartet der Nissan mit allerlei Assistenz-Systemen auf. Das als Nissan Safety Shield zusammengefasste Sicherheitspaket aus Notbremsassistent, Spurverlassenswarner und Toter Winkel-Assistent sorgt für Geborgenheit, hinzu kommen optional Verkehrszeichenerkennung und allerlei mehr technische Leckerbissen. Auch das Infotainment-System Connect gibt sich zeitgemäß: großer Monitor, leichtes Pairing mit dem Smartphone und eine wachsende Anzahl von Apps, die das System erweitern können sind ebenso vorhanden wie USB- und Aux-Anschlüsse in der Mittelkonsole.

    Das bleibt in Erinnerung. Der Nissan X-Trail ist ein durch und durch gutmütiger und zuverlässiger Kerl. Mit dem neuen Turbodiesel pflügt man sicherlich keine Felder, aber man meistert ohne Mühe jegliche Straßen und abseitige Wege.

    Wenn es zum Picknick mal eher in den Wald oder auf weite Flur gehen soll: mit dem X-Trail hat man einen sicheren Partner an der Seite.

    Auf der AMI zeigt Nissan den neuen X-Trail noch vor Marktstart. Flankiert wird er auf dem Messestand von der jüngsten Evolutionsstufe des Juke sowie des Qashqai. Deutschlandpremiere feiert zudem der neue e-NV200, das zweite Elektrofahrzeug von Nissan.

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